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Chronik 2009

 

Weihnachtsreiten in Königstetten
Bericht: Hannelore Pfauser
Fotos: Brigitte Stransky

Am 12.Dezember 2009 um Punkt 16:00 Uhr begann das jährliche Weihnachtsreiten im Reitstall Gössnitzer, in Königstetten.


In der festlich geschmückten Reithalle wurde eine perfekte Vierer-Quadrille, ein rasantes Spring-Pas De Deux und „Nachwuchsvoltigierer“ des Stalles gezeigt. Unser anschließendes „barockes“ Dressur- Pas De Deux ist mit großem Applaus belohnt worden. Rocco ging mit seinen fast 26 Jahren unter dem Damensattel wie in früheren Zeiten.


Beendet wurde die Vorführung mit einer Kutsche mit Weihnachtsmann und Christkind, die kleine Geschenke an die Kinder verteilten.


Der Reinerlös dieser Veranstaltung ging an eine Pro Juventute-Familie in Königstetten.

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Fund Raising Gala Spanische Hofreitschule
Bericht: DKK
Fotos: Spanische Hofreitschule

Wie der Zufall so spielt, kommt alles immer anders. Bezüglich Fortbildung für Richter machte ich mir bei Herrn Bachinger, Bundesreferent Turnierrichter, einen Termin aus. Da Herr Bachinger auch der Leiter der Reitschule in der Spanischen Hofreitschule ist, trafen wir uns in dem schönen Ambiente der Hofburg. Die Besprechung verlief sehr anregend und produktiv.
Doch die Zeit drängte, da eine Probe für die Fund Rasing Gala, eine Benefizveranstaltung der Spanischen Hofreitschule, angesagt war. Frau Dr. Eva Maria Bachinger sollte den Hengst Siglavy Theodora im Damensattel reiten. Herr Bachinger lud mich ein bei der Probe anwesend zu sein.
Wir gingen über die „Hintertüre“ in die Winterreitschule der Spanischen. Es war sehr spannend und aufregend die heiligen Hallen von dieser Seite zu betreten. Frau Dr. Bachinger und der Hengst kamen gut zusammen, obwohl der Damensattel nicht optimal für Siglavy Theodora war.
Im Laufe des Fachgespräches über das Reiten im Damensattel bot ich an, einen anderen Damensattel auszuprobieren. Gesagt getan. Am nächsten Tag kam ich mit zwei weiteren Sätteln in die Hofburg.


Der Gesichtsausdruck von Frau Dr. Bachinger, das strahlende Lächeln, sagte alles. Ein passender Damensattel war gefunden, der gleich das nächste Monat in der Spanischen Hofreitschule blieb. Während dieser Zeit probierte auch Herr Bachinger das Reiten im Damensattel aus. Dies ist für die Hofreitschule nicht unbedingt etwas besonderes, da im Laufe der Jahre immer wieder die Herren die Hengste an den Damensattel gewöhnten, wie zum Beispiel bei der grossen Maria Theresia Gala 1980. Trotzdem ist es sehr dankenswert dass sich die Spanische Hofreitschule an die Tradition des Reitens im Damensattel in Österreich erinnert und auch (im kleinen Rahmen) pflegt!!!
Die Aufführung war ein grosser Erfolg!
Ich danke Herrn Bachinger für seine Unterstützung und Frau Dr. Bachinger als Repräsentantin einer jahrhundert langen Tradition einer Reitweise, die den Weg ins 21. Jahrhundert gut beschreitet!

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Filmaufnahmen zum Fernsehfilm über Erzherzog Johann und Anna Plochl
Bericht: Isabel Auinger

Anlässlich des 150. Todestages von Erzherzog Johann wurde von der EPO-Filmgesellschaft unter der Regie von Julian Pölsler im September und Oktober 2009 ein Fernsehfilm über das Leben von Erzherzog Johann und Anna Plochl aufgezeichnet.
Da sich ein grosser Teil der Handlung im Ausseerland abspielt, fanden die Aufnahmen meistens an den Original-Schauplätzen statt. Natürlich gab es, der Zeit entsprechend, auch einige Szenen, bei denen auch Pferde eine wichtige Rolle spielen. Daher wurden für die Darstellung der „Anna Plochl“ und ihrer Begleiterin „Lisl“ zwei Doubels benötigt, die anstelle der beiden Schauspielerinnen „Anna Maria Mühe“ und „Anna Maria Sturm“ für die im Damensattel gerittenen Aufnahmen eingesetzt wurden. Da ich in unserer Gegend ja schon ziemlich bekannt bin mit meinen Kenntnissen über das „Reiten im Damensattel“, wurde ich von der Filmgesellschaft rasch ausfindig gemacht. Ich bekam das interessante Angebot, mit zwei meiner Pferde und gemeinsam mit Sabine Deopito bei den Filmaufnahmen mitmachen zu dürfen!
Dieses einmalige Angebot lies ich mir natürlich nicht entgehen und so wurden mein Andalusierhengst „Amoroso“ und der Welsh-Cob Wallach „Talisman“ auf Hochglanz gebracht, die von der Filmgesellschaft mitgebrachten Damensättel und Zaumzeuge probiert und Sabine und ich machten unsere Erfahrungen bei stundenlangen Kostüm- und Maskenproben. Dann war endlich der Tag der Aufnahmen gekommen. Wir mussten mit den beiden Pferden auf einem schmalen Waldweg entlang eines Baches in rasantem Tempo über herausragende Wurzeln und Steine und in engen Schlangenlinien zwischen den im Weg stehenden Bäumen hindurchreiten ohne dabei mit unseren wehenden Röcken an den in den Weg ragenden Ästen hängenzubleiben.
Dank unseren dressurmässig gut ausgebildeten und folgsam an den Hilfen stehenden Pferden wurde diese schwierige Aufgabe dann ganz gut bewältigt und nach mehrmaligem Hin- und wieder Zurückreiten ging es dann zur zweiten Szene, einem Ritt in flottem Galopp hintereinander über eine Wiese hinauf. Beide Pferde fanden grossen Gefallen an dieser auch für sie ungewohnten Aufgabe und meisterten ihre Aufgabe zur Zufriedenheit des Regisseurs und des gesamten Filmteams wirklich sehr gut!
Einige Tage später hiess es dann noch mal „Auf zum Film“! Nun wurden die beiden Pferde für verschiedene Aufnahmen im Stall und beim „Satteln“ benötigt. Dieser Tag war für uns alle ziemlich anstrengend, denn wir waren von 11 Uhr Vormittag bis 1/2 2 Uhr in der Früh im Einsatz. Diesmal mussten auch die beiden Schauspielerinnen mit den beiden Pferden zusammenarbeiten, was ohne Schwierigkeiten funktioniert hat.
„Amoroso“ und „Talisman“ haben sich die ganze Zeit so benommen, wie wenn sie schon immer beim Film gewesen wären! Ich bin sehr, sehr stolz auf meine beiden Buben und bin schon sehr gespannt auf den Film!

Hier noch einige interessante Daten zum Film:
Tag der Erstausstrahlung:
23.12.2009 um 20,15 Uhr im ORF2
Darsteller: Tobias Moretti, Anna Maria Mühe, Gert Voss, Peter Simonischek, Max von Thun, Petra Morze, Gerti Drassl, Aglaia Szyszkowitz, Hubert von Goisern, Anna Maria Sturm und natürlich ISABEL AUINGER, SABINE DEOPITO, „AMOROSO“ und „TALISMAN“

Präsident auf Abwegen!
Klassische Reitkunst trifft klassisch Kalifornische Vaquero Tradition

 

Unser Präsident besuchte Mike Bridges bei einem seiner Kurse in der Schweiz und nahm auch aktiv teil.
Mike Bridges ist mit der kalifornischen Vaquero Tradition aufgewachsen und der Überzeugung, dass ein gut ausgebildetes Pferd immer noch der beste und effizienteste Partner auf einer Rinder-Ranch ist.
Anbei ein paar Fotos, die wohl für sich sprechen.

Mike Bridges

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20. September Reitertreffen Auhof/Ebenfurt
Bericht: Gitti Rametsteiner
Fotos: Gitti Rametsteiner

Apropos „knochenharter Wettkampf“! Zweimal jährlich schreibt das Team Auhof in Ebenfurth im Rahmen eines Reitertreffens auch einen Schaubewerb im Damensattel aus, und zweimal jährlich bekommt das Jugendkader geschlossen weiche Knie vor Aufregung, denn „Ebenfurth“ heisst soviel wie „die Stunde der Wahrheit.“ Grund dafür ist zum einen, dass dieses Reitertreffen so manchen offiziellen Turnier wahrlich zu zeigen vermag „wo der Battl den Most holt“ da es hochprofessionell und vorallem ohne jegliche Verniedlichung der Wettkampfsituation den Reiterinnen eine Herausforderung stellt. Zum zweiten, weil es traditioneller Weise auch immer hinter den Damensattelbewerben Springbewerbe gibt, an denen auch die jungen Damen - wenn auch bisher NOCH nicht im Damensattel - teilnehmen und sich in verschiedensten Disziplinen (Jump and Run) messen.

Wie es der Zufall will entfiel auch dieser Frühjahrstermin ob einer Terminkollision mit einem Kurs, jedoch gelobte die Verfasserin dieser Zeilen, den Herbsttermin als Entschädigung zu „befüllen“ so gut es nur ginge. Unsere Kapazitäten sind mittlerweile schon recht ansehnlich. Immerhin karrte die Jugendreferentin 5 Pferde samt Ausrüstung an den Ort des Geschehens. Am aller erfreulichsten aber - und das trägt natürlich wesentlich zur Attraktivität dieses Reitertreffens bei - ist die Tatsache, dass sich die Jugend in Ebenfurth endlich auch Konkurrenz aus anderen Lagern zu stellen vermag. So verzeichneten die Bewerbe im Damensattel diesmal eine wahre Rekordteilnahme von 10 Starterinnen mit Lizenz und weiteren 10 Starterinnen in der lizenzfreien Abteilung.

 

Ausgeschrieben war diesmal die Aufgabe A3 als Schaubewerb im Damensattel und diese wurde in 2 Abteilungen gerichtet. Abteilung 1 (Reiterinnen mit Lizenz) gewann Elisabeth Kampitsch auf Richie Rich aus dem Lager des RC Richterhof Breitenfurth, vor Katharina Wallner auf Mirabelle 3 und Ines Reitmeier auf Willy Nilly. Platz vier ging an Petra Sogl vor Margarethe Neumeister auf Karmen.

 

Abteilung 2 entschied Tamara Hinner auf Mirabelle 3 für sich, gefolgt von Katharina Prager auf Papageno und Sabine Weiss auf Gracieux D´Ober. Platz vier und fünf ging ex equo an Elisabeht Prager und Leonie Kuzara, die beide mit Pony Robin gestartet waren.
Die Siegerinnen und Platzierten durften sich über Sachpreise und frenetischen Applaus des interessierten und vorallem erfreulich zahlreichen Publikums freuen, ehe sie eine beeindruckenden Ehrenrunde (auch wenn nicht alle Reiterinnen ein Pferd zur Verfügung hatten, so beeindruckte doch die Anzahl der Paare) im strahlenden Herbstsonnenschein drehen durften.

 

Und weil s so schön war, hatten Katharina Wallner und Ines Reitmeier beschlossen auch den anschliessenden offenen Bewerb als die einzigen beiden Vertreterinnen im Damensattel zu starten. Bei mehr als 20 StarterInnen und einem wirklich bemerkenswerten Niveau gelang es Ines Reitmeier auf Willy Nilly immerhin noch einen 5. Platz und damit eine Schleife in der Siegerehrung zu erreiten, während Kathi Wallner knapp an einem Stockerplatz vorbei den 7. Platz der Gesamtwertung belegte.

 

Nachmittags tauschte dann so manche der Damen nicht nur Kostüm gegen Sturzweste, und Damen- gegen Herrensattel, sondern vereinzelt sogar Reitstiefel gegen Laufschuhe, um die Vielseitigkeit der Reiterinnen im Damensattel auch breiterem Publikum drastisch zu veranschaulichen, aber dies ist ein ganz anderes Kapitel und soll andernorts erörtert werden.
Alles in Allem also ein aufregender und auch für das Reiten im Damensattel erfolgreicher Turniertag, wie man sich derer noch viele, viele in Zukunft wünschen kann.

6. September 4-er Quadrille im Damensattel, St.Pölten/Hart
Bericht: Gitti Rametsteiner

Nein, diesmal war es nicht dem „Schicksal“ zuzuschreiben, dass die Verfasserin dieser Zeilen die Verantwortung für eine Quadrilledarbietung auf ihre schmalen Schultern lud - denn mittlerweile darf sich ebendiese über eine Kollegin in Sachen Quadrilletraining freuen, was ihr eine Rückbesinnung auf ihre Ursprungsprofession ermöglicht - nein, diesmal ward ausdrücklich nach der Jugend im Damensattel verlangt, zumal es sich um eine ganz besondere Veranstaltung handelte.
Anlässlich der Zuchtschau für Kleinpferde, Ponies und Spezialrassen war die IG geladen, eine thematisch passende - also auf Kleinpferden oder Ponies gerittene - Quadrille darzubringen. Nicht, dass man mir jetzt Diskriminierung vorwirft, was die optimale Nutzung von Kleinpferden und Ponies betrifft, aber in den Reihen der IG stehen solche eben grossteils der Jugend zur Verfügung und folglich ging das Engagement an die Jugendreferentin. Vier Reiterinnen waren schell gefunden, zumal der Andrang bei der Jugend eher zu gross als zu gering ausfällt, aber durch ein begrenztes Sattelpotential eben doch nicht voll ausschöpfbar bleibt, und dank immer noch währender Sommerferien konnte noch exzessiv geprobt werden, ehe am Tag der Wahrheit Ponies, Sättel, Kostüme, und Reiterinnen verpackt und an den Ort des Geschehens verfrachtet wurden. Die vier reitenden Damen sind allesamt stolze Trägerinnen des Jugendreitabzeichens Reiten im Damensattel, und auch sonst eifrigen ChronikleserInnen nicht unbekannt, zumal auch im Jugendkader eifrig engagiert: Tamara Hinner durfte diesmal „ihren“ Connemarawallach Atlan ausführen, Leonie Kuzara - kaum auf einem anderen Pony als Robin vorstellbar, blieb ihrem Turnierkumpel treu, Victoria Pötzl debütierte mit ihrer Lieblingsstute Pretty und Sabine Weiss komplettierte das Quartett mit ihrem Fjordwallach Timo.
So bunt wie Kleinpferde und Ponies wählten die Reiterinnen auch ihre Showkostüme und so erfreute sich das Publikum an einer fröhlichen Mischung in bemerkenswert professioneller Ausführung einer anspruchsvollen Quadrille. Gerade auf einer Zuchtpräsentation, wo ja die Reiteignung von Kleinpferden und Ponies ein grosses Thema sein sollte, was sich aber leider immer noch nicht so wirklich durchsetzen konnte, könnte das Reiten im Damensattel als attraktive Rittigkeitsdemonstration eine tragende Rolle übernehmen, und so freute sich die Jugendreferentin besonders über das begeisterte Feedback seitens der Veranstalter sowie der internationalen Richter, die den jungen Damen grosses Lob und Anerkennung zukommen liessen, sowie ein Engagement im nächsten Jahr in Aussicht stellten. Besonders die Tatsache, dass gerade junge Damen den Damensattel für sich entdecken stiess dabei auf grosse Bewunderung.
Gratulation an dieser Stelle auch noch einmal seitens der IG die sehr stolz auf ihren Nachwuchs ist, der damit bewiesen hat, dass er durchaus auch ausserhalb des knochenharten Wettkampfes in der Lage ist, einen wichtigen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit für das Reiten im Damensattel zu leisten.

Erfahrungsbericht - Reiten im Damensattel
Bericht: Angela Scheidecker
Fotos: Marco Scheidecker

Bei einer Showvorführung konnte ich eine Dame im Damensattel bewundern. Ganz begeistert von der Darbietung beschloss ich, dass ich das unbedingt auch einmal probieren muss. Gesagt getan, ein Damensattel wurde angeschafft und ich ging ziemlich blauäugig ans Werk.
Leider blieb auch der Erfolg aus, der Sattel rutschte in alle Richtungen, mein Pferd wurde grantig und ich beschloss, dass das Damensattel reiten nichts für mich ist.

Der Sattel verschwand in der hintersten Ecke der Sattelkammer und verstaubte dort.

Das Thema Damensattelreiten war für mich damit abgeschlossen. Wenn da nicht meine Bekannte aus der Schweiz gewesen wäre, bei einem Besuch kam das Thema zufällig auf das Damensattelreiten und da sie ihr Pferd auch im Damensattel ritt, bot sie mir an es doch auch einmal zu versuchen. Hm, eigentlich wollte ich, nach meinen nicht sehr positiven Erfahrungen, dankend ablehnen, aber das Pferd war flugs gesattelt und stand zum Probereiten bereit. Ui, da hatte ich mir ja mal wieder was eingebrockt.

Nach ein paar Runden Schritt und den ersten Tipps meiner Bekannten setzte allmählich dieses zufriedene Lächeln ein das so viel Damensattelreiterinnen haben. Es war einfach nur unbeschreiblich! Obwohl ich zum ersten Mal auf diesem Pferd sass konnte ich gleich alle Gänge reiten, der Sattel rutschte keinen Millimeter und ich ritt elegant und beschwingt durch die Halle.

Wieder zurück zu Hause wurde ein Damensattler kontaktiert und der Damensattel wieder aus der Hintersten Ecke hervorgekramt. Mit Hilfe des Sattlers passten wir die komplett falsche Polsterung so gut wie möglich an, leider hat mein Pferd nicht sehr viel Wiederrist, so dass wir trotz umfänglicher Bemühungen den Sattel nicht passend bekamen. Frustriert gab ich das Damensattelreiten wieder auf, aber ganz verdrängen lies es sich nicht.

Eines Tages stolperte ich über die Internetseite einer Kanadischen Damensattel Herstellerin. Sie stellte Westerndamensättel her und auch welche im Englischen Styl. Anders als bei Englischen Damensättel wo die Passform und der Sitzkomfort stark von der richtigen Polsterung abhängt, wird das beim Westernsattel über den perfekt ausbalancierten Baum erreicht.

Nach langem hin und her beschloss ich einen solchen Sattel zu bestellen. 3 Monate später war der Sattel da und die Freude war gross, leider hatte ich mich wohl etwas vermessen auf jeden Fall war die Wiederristfreiheit zu gering. So schnell wollte ich aber dieses mal nicht aufgeben, ich lies den Sattel noch mal etwas unterpolstern und kaufte mir ein Westernpad mit Wiederristausschnitt, so kann ich den Sattel jetzt endlich benutzen. Es ist noch keine optimale Lösung, aber so lange ich richtig sitze bleibt der Sattel am Platz.

Wer einmal das Damensattelreiten probieren möchte sollte unbedingt einen Schnupperkurs besuchen. Alle Damensattelorganisationen (Deutschland, Österreich, Schweiz) bieten so etwas an. Nur in einem passenden Damensattel und unter fachlicher Anleitung, kann man das Damensattelreiten geniessen. Aber Achtung!, es kann süchtig machen.

20. September - Reitvorführung im Damensattel in Rappoltenkirchen
Bericht: Dorothea Eichhorn
Fotos: Dorothea Eichhorn

Im Rahmen des Erntedankfestes in Rappoltenkirchen standen erstmalig neben dem traditionellen Umzug bestehend aus Reitern, Kutschen und Traktoren auch Reitvorführungen am Viereck der Familie Deckardt auf dem Programm.
Die Organisatorin Anna Jantscher, eine junge, engagierte Reitpädagogin, wurde vom Präsidenten des LFV Oberst Fritz Schuster persönlich inspiriert, geeignete Pferde und Reiter für diesen Zweck zu motivieren. Nach anfänglich vielen Zusagen kamen nach und nach Absagen, da just am gleichen Tag einige Turniere und Reitertreffen stattfanden.

 


Somit musste schnell gehandelt werden, um die Veranstaltung doch noch zu retten.
FALKY, Annas 19. - jährigem Haflinger, wurde kurzerhand ein geborgter Damensattel aufgelegt, den das gutmütige Tier sofort akzeptierte. Gemeinsam mit Dorli und RIVAL war in kurzer Zeit ein 7 - minütiges Pas de deux einstudiert worden. Am Tag der Vorführung wurden die Pferde natürlich fein herausgeputzt, Satteldecken und die Bänder im Mähnengeflecht waren den Kostümen der Reiterinnen farblich genau angepasst.
Bei der Vorführung selbst zeigten sich beide Pferde von ihrer besten Seite und genossen sichtlich den Applaus und die Streicheleinheiten des jüngeren Publikums am Ende der Veranstaltung. Leider blieb Annas Zylinder inklusive vorbereitetem Gesichtsnetz im Auto liegen, was zwar einem einheitlichen gemeinsamen Foto schadete, aber nichts am Ablauf der Vorführung im Trab und im Galopp, sowie ein paar Seitengängen, änderte.

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25.-28. 07., Reitkurs im Herren - und Damensattel
Bericht: Angelika Beer
Fotos: Daniel Wöhrer

Von 25. Bis 28. Juli war es wieder mal soweit! In Mosletzberg, in der Nähe von Neulengbach, haben zwei zweitägige Kurse mit Desmond O Brien stattgefunden; in der tollen mit Windnetzen versehenen Reithalle der Familie Reiter.

Teilgenommen haben insgesamt 12 Reiterinnen mit Pferden unterschiedlichster Rassen. Geritten wurde sowohl im Herren- wie auch im Damensattel. Auch eine Westernreiterin mit einem Western-Damensattel war unter den Teilnehmerinnen.

Je nach aktuellem Ausbildungsstand erhielten die Teilnehmerinnen wertvolle Unterstützung. Desmond O Brien ging dabei sehr individuell auf jede ein. Alle Dressurklassen von A bis S waren vertreten. So wurde viel gelernt: vom richtigen Umgang mit den Zügeln bis zur Galopppirouette. Nicht zuletzt war auch „der Sitz“ ein zentrales Thema: Wann genau wird der Sitz wie für einen fliegenden Galoppwechsel verändert? Oder: Wie steige ich korrekt (mithilfe eines Gentlemen) beim Reiten im Damensattel auf?

Keine Frage, die gestellt wurde, blieb unbeantwortet. In den Mittagspausen und an jeweils einem Abend gab Desmond O Brien unter anderem theoretische Inputs zur Piaffe, zum fliegenden Galoppwechsel und zu vielen weiteren Themen.

Der Unterricht war so ausgelegt, dass verschiedene Lerntypen angesprochen wurden und somit von den Teilnehmerinnen viel umgesetzt werden konnte. Klare, gut strukturierte und logisch verständliche Anweisungen haben geholfen Abläufe und Hilfengebung zu verstehen. Mithilfe der Anleitung zu inneren Bildern konnten Bewegungen in ihrer Gesamtheit umgesetzt werden.

Mit viel Humor gelang es Desmond O Brien ausserdem, dass in der sehr feinen Atmosphäre der konzentrierten Arbeit, der Spass an der Arbeit mit den Pferden nicht zu kurz kam.

Bei so manchem Pferd - Reiterin - Team waren die Veränderungen gegen Ende des Kurses sehr deutlich sichtbar. Wenn schliesslich die Leichtigkeit spürbar wird, die Reiterin bis über beide Ohren grinst und das Pferd diese Freude ebenso auszustrahlen scheint, dann ist das auch für die Zuschauer ein sehr berührender Moment.

26. Juli - Hoffest in Zöfing
Bericht: Dorothea Eichhorn
Fotos: Dorothea Eichhorn

Das nun schon bewährte Pas de deux im Damensattel, die „Spanischen Impressionen“, sowie die „Zirkuslektionen“ kamen zwei Wochen später abermals zur Aufführung. Im Reit - und Zuchtstall der Familie Reisenthaler in Zöfing feierte man ein Hoffest und Silvia und Dorli wurden u. a. für 2 Vorstellungen engagiert.
Aus organisatorischen Gründen entschied man sich aber nur mit zwei Pferden und einem Hänger anzureisen. So kam auch NERON zu seiner Vorführung im Damensattel, welche er bravourös meisterte.


Die Pferde in Gästestallungen gut untergebracht, wurden die Reiterinnen zwischen den Vorstellungen vom Organisator kulinarisch reichlich versorgt.

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25. 07. - Fortbildung Lehrwart Damensattel
Bericht und Fotos: Hannelore Pfauser

Im Rahmen eines Reitkurses in Mosletzberg/Neulengbach fand unter der Leitung von Desmond O Brien am 25. und 26.07.09 eine Fortbildung für Lehrwarte Damensattel statt. Am Reitkurs nahmen 3 Reiterinnen im Herrensattel und 3 im Damensattel statt, sodass unser Wissen gleich in zwei Bereichen aufgefrischt werden konnte.

Desmond O Brien machte uns über Headset auf Möglichkeiten der einzelnen Reitfehlerbehebung aufmerksam. In altbewährter Art ging er auf jedes einzelnes Reiterpaar ein.


Schon am Ende der 1. Reiteinheit konnte man bei einigen eine deutliche Verbesserung erkennen. Bei den Damen im Damensattel wurde besonders die Haltung und Einwirkung korrigiert.

Abschliessend durften wir an den „bekannten“ Trockenübungen teilnehmen, die wie immer neue Erkenntnisse brachten was die Ausführungsmöglichkeit des Pferdes anbelangt.

Desmond O Brien übermittelte uns weiters die aktuellsten Ereignisse am Damensattelsektor. Neue Möglichkeiten zu einem Damensattel zu kommen, Neuigkeiten und Fortschritte in Österreich und Deutschland.


Abends ging Desmond während eines Theorievortrages besonders auf die Arbeit zur Piaffe ein. Vorbereitungsübungen, Wiederholungen, Fehlerquellen, Verbesserungen.

 

Wir konnten mit Aufgefrischtem und neuen Erkenntnissen die Fortbildung beenden. Während des ganzen Tages wurden wir reichlich mit Kaffe, Tee und Kuchen bestens versorgt.
Der Kurs und die Fortbildung waren sehr gut organisiert.

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21.-22. Juli. - Reitkurs in der Steiermark
bei Dr. Andrea Gschanes unter der Leitung
unseres Präsidenten, Desmond O´Brien
Fotos: Andrea Gschanes

 

 

Von 21. bis 22. Juli fand wieder ein Reitkurs für den Herren -und Damesattel statt. Die Reiterin Sandra Preinsack ritt sehr konzentriert ihren Kinsky Monty im Damensattel....

 


... und beide hatte viel Spass bei der Galopparbeit!

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19. Juli: Schaubewerb im Damensattel, Reitertreffen Fels am Wagram
Bericht: Gitti Rametsteiner
Fotos: Gitti Rametsteiner

Nachdem der Maitermin im Rahmen des PSS des Reitvereins Fels diesmal leider Opfer des akademischen Werdegangs der Jugendreferentin der IG geworden war, und die Jugend im Damensattel diesem - in Ermangelung einer Transportmöglichkeit - geschlossen fernbleiben hatte müssen, galt das Reitertreffen im Juli als absolutes „Muss “. Dementsprechend gross gestaltete sich auch der Andrang der Jugend, zumal zum sommerlichen Termin auch durch keinerlei Unannehmlichkeiten wie Schule und die damit verbundenen Verpflichtungen in ihrem Tatendrang gehemmt, sodass die Verfasserin dieser Zeilen sprichwörtlich alle Hände voll zu tun hatte, diesem Andrang auch genüge zu tun.


Ausgeschrieben waren traditionell zwei Schaubewerbe im Damensattel der Klasse A und insgesamt durften sich Veranstalter und die Jugendreferentin selbst über 10 Starts in beiden Bewerben freuen.
Auch wenn das Wetter sich eher als sehr überraschungsfreudig erwies, was - nach einschlägigen Erfahrungen der letzten Jahre - eine prophylaktische Verlegung des Reitplatzes auf die Abreitwiese empfehlenswert erscheinen liess, fanden die Starterinnen untadelige Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Turniertag vor.

Bewerb Nr. 1 (Aufgabe A5) gewann „Jugendkaderhaudegen “ Kathi Wallner auf Mirabelle 3 mit einer Wertnote von 7,6 vor Leonie Kuzara auf Robin (7,2), welche damit wiedereinmal unter Beweis stellte, dass Harmonie nicht zwingend mit dem Stockmass eines Pferdes gewinnt. Platz 3 ging an Ines Reitmeier auf XL (7,0) vor Sabine Weiss mit ihrem Fjordwallach Timo (6,7) und Tamara Hinner, die gleich zwei Pferde in diesem Bewerb vorstellte, und auf Mirabelle 3 Platz 5 (6,3) sowie auf Timo Platz 6 (6,0) belegte.

Bewerb Nr.2 (Aufgabe A7) entschied Ines Reitmeier auf XL für sich, der sich schliesslich auch mit dem Wiesenboden abgefunden hatte, mit einer Wertnote von 7,0, vor Katharina Wallner auf Mirabelle 3 mit einer Wertnote von 6,8. Den dritten Platz erkämpfte sich wieder das „tiefergelegte “ Paar Leonie Kuzara und Robin (6,6) vor Sabine Weiss auf Timo (6,1).

Richterin Karin Pointer gratulierte den jungen Damen aufs Herzlichste und bekundete ausdrücklich ihre Zufriedenheit ob der sichtbaren Steigerung des reiterlichen Niveaus. Dank der überaus freundlichen und herzlichen Aufnahme Betreuung des Veranstalters und des letztlich doch recht freundlichen Wetters, verbrachte das Jugendkader samt Referentin, Sponsoring (Eltern der Reiterinnen) und Team (EinsatzfahrzeugslenkerInnen) einen sehr entspannten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. 2010 wird es oberstes Ziel sein, auch wirklich beide Termine des Reitvereins Fels ausgiebig und in diesem Sinne zu nutzen.